Glossar
Störfaktor.
Kurzantwort
Ein Störfaktor ist ein Merkmal, das gleichzeitig mit der untersuchten Ursache und mit dem beobachteten Ergebnis zusammenhängt und deshalb einen Zusammenhang vortäuschen oder verdecken kann. Wer Weidegang und Gesundheit vergleicht, muss etwa Alter, Nutzung und Haltungsform berücksichtigen, sonst misst er diese Merkmale mit.
Ein Störfaktor lässt sich nur berücksichtigen, wenn er erhoben wurde; unbekannte Störfaktoren bleiben in Beobachtungsstudien ein grundsätzliches Problem. Genau das ist die Stärke der Zufallszuteilung: Sie verteilt auch unbekannte Merkmale im Mittel gleichmässig auf die Gruppen. Eine statistische Korrektur im Nachhinein ersetzt diesen Schutz nur teilweise.
In der Pferdeforschung sind Rasse, Alter, Disziplin, Trainingsstand, Beschlag und Bodenbeschaffenheit typische Störfaktoren, und sie treten selten einzeln auf. Beim Menschen sind es eher Rauchen, Einkommen und Bildung. In beiden Fällen gilt dieselbe Falle: Wer bereits gesünder startet, wählt häufiger die Massnahme, die anschliessend gut aussieht.
SelektionsbiasRandomisierte kontrollierte StudieKontrollgruppe
Der Evidenzbrief
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