Glossar
Randomisierte kontrollierte Studie.
Kurzantwort
Eine randomisierte kontrollierte Studie teilt die Teilnehmenden per Zufall in eine Behandlungsgruppe und eine Vergleichsgruppe. Der Zufall sorgt dafür, dass sich bekannte und unbekannte Unterschiede im Mittel gleichmässig verteilen. Ein beobachteter Unterschied am Ende lässt sich dadurch eher der Behandlung zuschreiben als der Auswahl der Teilnehmenden.
Entscheidend ist nicht nur der Zufall selbst, sondern die verdeckte Zuteilung: Wer einen Fall einschliesst, darf die kommende Gruppe nicht kennen, sonst sickert die Auswahl wieder ein. Ebenso wichtig ist, dass alle zugeteilten Tiere in der Auswertung bleiben, auch jene, die abbrechen. Fällt eine Gruppe unterwegs auseinander, ist der Vorteil der Randomisierung teilweise verspielt.
Beim Pferd sind randomisierte Studien selten gross: Einige Dutzend Tiere pro Arm gelten bereits als viel, während humanmedizinische Studien Tausende einschliessen können. Zudem randomisiert man häufig Gliedmassen oder Behandlungsperioden statt ganzer Tiere. Das spart Tiere, verlangt aber eine Auswertung, die berücksichtigt, dass Messungen am selben Pferd nicht unabhängig voneinander sind.
KontrollgruppeVerblindung (einfach und doppelt)PlaceboEvidenzniveau
Der Evidenzbrief
Einmal im Monat: neue Synthesen, geprüfte Studien und was sich an der Beweislage geändert hat.