Glossar
Verblindung (einfach und doppelt).
Kurzantwort
Verblindung hält verborgen, welche Gruppe die geprüfte Behandlung erhalten hat. Einfach verblindet heisst, dass die behandelte Seite es nicht weiss; doppelt verblindet heisst, dass auch die Personen, die messen und auswerten, es nicht wissen. Damit sollen Erwartungen nicht in die Beurteilung des Ergebnisses einfliessen.
Verblindung schützt vor allem weiche Zielgrössen: Schmerzeinschätzung, Bewegungsbild oder Verhalten hängen stark davon ab, was die beurteilende Person erwartet. Harte Endpunkte wie ein Laborwert sind weniger anfällig. Wichtig ist, am Ende zu prüfen, ob die Verblindung gehalten hat, denn auffällige Begleiterscheinungen oder ein Geruch verraten die Gruppe oft.
Beim Pferd betrifft die Erwartung nicht das Tier, sondern die Menschen um es herum: Besitzerin, Pflegeperson, Reiterin und untersuchende Fachperson. Das Pferd selbst hat keine Vorstellung von der Behandlung, reagiert aber auf verändertes Verhalten seiner Umgebung. Verblindet wird deshalb konsequent gegenüber allen, die messen, beurteilen oder trainieren.
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