Glossar
Externe Validität.
Kurzantwort
Externe Validität beschreibt, wie weit sich ein Studienergebnis auf andere Tiere, andere Ställe und Alltagsbedingungen übertragen lässt. Sie hängt davon ab, wie ähnlich Population, Umgebung, Betreuung und Messverfahren der Zielsituation sind. Eine intern einwandfreie Studie kann trotzdem geringe externe Validität besitzen.
Interne und externe Validität stehen oft im Spannungsverhältnis: Je strenger eine Studie ihre Bedingungen kontrolliert, desto sauberer wird die Ursachenaussage und desto weniger gleicht die Situation dem Alltag. Deshalb lohnt sich vor jeder Übertragung die Frage, wer genau untersucht wurde, unter welchen Bedingungen und über welchen Zeitraum.
Beim Pferd wechselt die externe Validität besonders schnell, weil Rasse, Nutzung, Fütterung, Bodentyp und Beschlag stark streuen: Ein Ergebnis an trainierten Rennpferden sagt wenig über ältere Freizeitpferde in Weidehaltung. Zusätzlich gilt eine Übertragung aus dem Labortier oder aus der Humanmedizin immer nur als Hypothese.
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