Glossar
Metaanalyse.
Kurzantwort
Eine Metaanalyse fasst die Zahlenergebnisse mehrerer Studien zu derselben Frage rechnerisch zusammen und liefert eine gemeinsame Schätzung mit Unsicherheitsbereich. Grössere und präzisere Studien erhalten dabei mehr Gewicht. Eine Metaanalyse ist meist der Rechenschritt innerhalb einer systematischen Übersichtsarbeit, nicht deren Ersatz.
Zusammenzählen setzt Vergleichbarkeit voraus: Wer Studien mit verschiedenen Anwendungsschemata, Messzeitpunkten oder Zielgrössen mischt, erhält eine Zahl ohne klare Bedeutung. Kennzahlen zur Streuung zwischen den Studien zeigen an, wie stark sich die Ergebnisse widersprechen. Ist diese Uneinheitlichkeit gross, ist der Gesamtwert eher eine Frage als eine Antwort.
Bei Pferdestudien scheitert die Metaanalyse häufig an der Vielfalt der Messmethoden: Lahmheit wird subjektiv beurteilt, mit Sensoren gemessen oder über Kraftmessplatten erfasst, und diese Werte lassen sich nicht ohne Weiteres verrechnen. In der Humanmedizin existieren für viele Fragen einheitliche Skalen, was die Bündelung deutlich erleichtert.
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