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ForschungPferd, Schweizer Evidenzplattform

Glossar

Subklinischer Mangel.

Kurzantwort

Ein subklinischer Mangel bezeichnet eine Versorgung unterhalb des Bedarfs, die Speicher oder biochemische Kenngrössen bereits verändert hat, ohne dass sichtbare Zeichen vorliegen. Erkannt wird ein solcher Zustand über Laborwerte, Funktionsmarker oder die Rationsberechnung; er liegt zwischen ausreichender Versorgung und einem ausgeprägten Mangelbild.

Subklinisch heisst nicht folgenlos, aber ebenso wenig bewiesen: ein einzelner Wert unterhalb eines Referenzintervalls genügt als Beleg nicht. Referenzintervalle beschreiben eine Bezugsgruppe und keine Schwelle zur Krankheit, und viele Marker schwanken mit Labor, Methode, Tageszeit und Belastung. Wiederholte Messungen im Zusammenhang wiegen deutlich schwerer.

Beim Pferd ist die Herkunft des Raufutters bedeutsam, weil der Mineralstoffgehalt von Boden, Standort und Erntezeitpunkt abhängt und ein ganzer Bestand ähnlich versorgt sein kann. Beim Menschen wirkt eine gemischte, weit gereiste Kost ausgleichend, dafür wiegen individuelle Gewohnheiten schwerer. Der Weg zum Verdacht unterscheidet sich damit deutlich.

ErnährungsstatusReferenzwert für die ZufuhrBioverfügbarkeit

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