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ForschungPferd, Schweizer Evidenzplattform

Glossar

Limitierende Aminosäure.

Kurzantwort

Als limitierende Aminosäure gilt diejenige unentbehrliche Aminosäure, die im Verhältnis zum Bedarf am knappsten vorhanden ist. Die Proteinsynthese kommt zum Stillstand, sobald dieser Baustein fehlt, unabhängig davon, wie reichlich die übrigen Aminosäuren vorliegen. Das Bild der kürzesten Fassdaube beschreibt diesen Zusammenhang treffend.

Der Rohproteingehalt einer Ration sagt nichts über die limitierende Aminosäure. Zwei Futtermittel mit gleichem Proteingehalt können sich im Aminosäuremuster stark unterscheiden, und massgeblich ist zusätzlich, welcher Anteil im Dünndarm überhaupt aufgenommen wird. Protein, das erst im Dickdarm abgebaut wird, steht der Proteinsynthese des Wirts kaum zur Verfügung.

Beim Pferd gilt Lysin als erste limitierende Aminosäure in weide- und getreidebasierten Rationen. Beim Menschen ist Lysin vor allem in Getreide knapp, während bei Hülsenfrüchten eher die schwefelhaltigen Aminosäuren begrenzen. Das Prinzip ist in beiden Fällen dasselbe, die praktische Folge hängt von den Grundnahrungsmitteln der jeweiligen Art ab.

LeuzinErnährungsstatusReferenzwert für die Zufuhr

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