Glossar
Homöostase.
Kurzantwort
Homöostase bezeichnet die Fähigkeit eines Organismus, innere Bedingungen wie Körpertemperatur, Blutzucker, Säuregrad und Salzgehalt in einem engen Bereich zu halten, während sich die Umwelt ändert. Erreicht wird das durch Regelkreise mit Messfühlern, Steuerzentren und ausführenden Organen, die laufend nachjustieren.
Homöostase heisst nicht Stillstand. Die Werte schwanken um einen Sollbereich, und ein Teil davon folgt einem Tagesrhythmus. Die Aufrechterhaltung kostet zudem Energie: unter Belastung, bei Hitze oder bei Krankheit verschiebt der Körper seine Prioritäten. Ein Messwert ausserhalb des Erwartungsbereichs ist deshalb zuerst ein Hinweis auf Regelarbeit, nicht auf eine feste Störung.
Beim Pferd ist der Wasser- und Salzhaushalt besonders anspruchsvoll, weil beim Schwitzen viel Elektrolyt verloren geht. Der grosse fermentierende Dickdarm dient dabei als Reservoir für Wasser und Salze. Beim Menschen fehlt ein vergleichbarer Puffer, weshalb Regeln zur Flüssigkeitsaufnahme aus der Humanmedizin nicht unbesehen auf das Pferd passen.
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