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ForschungPferd, Schweizer Evidenzplattform

Glossar

Halbwertszeit.

Kurzantwort

Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, in der die Konzentration eines Stoffes im Blut auf die Hälfte absinkt. Sie fasst zusammen, wie rasch der Körper einen Stoff verteilt, umbaut und ausscheidet, und sie erlaubt eine Abschätzung, wie lange messbare Mengen im Organismus verbleiben.

Wichtig ist die Rechenweise: der Abfall verläuft nicht linear, sondern entfernt in jedem Zeitabschnitt denselben Anteil. Nach fünf Halbwertszeiten liegt daher weniger als ein Zwanzigstel der Ausgangsmenge vor. Eine Halbwertszeit gilt zudem für einen Stoff unter bestimmten Bedingungen, nicht für einen Stoff an sich: Alter sowie Leber- und Nierenleistung verändern sie.

Zwischen den Arten unterscheiden sich Halbwertszeiten teils erheblich, und Allometrie liefert nur eine grobe Schätzung. Beim Pferd kommen der Weg über den Dickdarm und ein hoher Anteil Muskelgewebe hinzu. Auch körpereigene Stoffe haben Halbwertszeiten: das Serum-Amyloid A verschwindet nach Ende des Reizes rasch, Fibrinogen deutlich langsamer.

PharmakokinetikAllometrieSerum-Amyloid A

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